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    Epidemiologie der alveolären Echinokokkose

    Wir klären Sie auf.

Epidemiologie der alveolären Echinokokkose

Der kleine Fuchsbandwurm, Echinococcus multilocularis, kommt vorrangig in den gemäßigten bis kalten Klimazonen der Nordhalbkugel vor. In den letzten Jahrzehnten wird in Europa eine zunehmende Ausbreitung des Parasiten über die klassischen „ alten “ Endemiegebiete Süddeutschland, Ostfrankreich, Nordschweiz und Westösterreich hinaus berichtet. Auffallend ist u.a. ein drastischer Anstieg humaner Neuerkrankungen im Baltikum.

Außerhalb Mitteleuropas sind große Teile Russlands, besonders Sibirien, die Mongolei, China mit der tibetischen Hochebene sowie der Norden Japans und die Türkei, sowie Kanada/Alaska bekannte Endemiegebiete mit humanen Erkrankungen. Die weltweit höchsten Fallzahlen werden aus Westchina berichtet.

Für Deutschland wurden 2015 insgesamt 47 diagnostizierte AE ‑ Neuerkrankungen an das RKI gemeldet. Dies entspricht einer Inzidenz von 0,05 Fällen je 100000 Einwohner in Deutschland. Die Mehrzahl der AE ‑ Neudiagnosen entfallen auf Süddeutschland, wobei auch die Fallzahlen in nördlicheren Bundesländern ansteigen. Die Prävalenz für Süddeutschland wird mit 0,5 Fällen je 100000 Einwohner angegeben. Die Inzidenz für Mitteleuropa wird auf 0,02 – 1,4 Fälle je 100000 Einwohner pro Jahr geschätzt.

Damit ist die AE trotz Anstieg der Fallzahlen weiterhin eine sehr seltene Erkrankung in Mitteleuropa.