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    Serologische Diagnostik der alveoläre Echinokokkose

Fuchsbandwurm serologische Diagnostik

Für die Diagnostik der Alveolären Echinokokkose ist neben sorgfältiger Anamnese die Kombination von Bildgebung mit Immundiagnostik erforderlich. Die Serodiagnostik wird stufenweise empfohlen: initial ein sensitiver Suchtest, der durch einen spezifischen Bestätigungstest ergänzt wird. Für den Suchtest (meist indirekte Hämagglutination) wird als Rohantigen Hydatidenflüssigkeit von Echinococcus granulosus verwendet, hierdurch können aufgrund der Antigenverwandtschaft sowohl für AE als auch CE Antikörper nachgewiesen werden. Die Sensitivität wird mit 94 – 97% für die AE angegeben. Im Bestätigungstest werden zur Verbesserung der Spezifität verschiedene aufgereinigte bzw. rekombinante Antigene von E. multilocularis eingesetzt. Hierfür werden eine hohe Sensitivität mit 90 – 100% sowie eine Spezifität von 95 – 100% angegeben.

In Deutschland kommt meist der kommerziell erhältliche E.-multilocularis-ELISA mit Em2 plus -Antigen-Test zur Anwendung. Für spezielle Fragestellungen sollten Referenzlaboratorien hinzugezogen werden. Bei bis zu 2% der ländlichen Bevölkerung fanden sich positive serologische Befunde ohne Hinweis für eine Leberechinokokkose, wobei nicht immer eruiert werden kann, ob es sich dabei um abgelaufene abortive Infektionen oder falsch positive serologische Ergebnisse handelt

Die Punktion parasitärer AE ‑ Herde zur Diagnostik kann sinnvoll sein und ist nicht kontraindiziert. Wird eine AE in die Differenzialdiagnose einbezogen, kann neben der Histologie ggf. eine PCR aus Nativmaterial bei einem Konsiliarlabor für Echinokokkose angestrebt werden. Erfahrungsgemäß wird jedoch häufiger ein Leberherd unter Malignomverdacht punktiert und dann vom Pathologen die Diagnose einer Echinokokkose erst nachträglich, und meist ohne Speziesdifferenzierung zwischen AE und CE, gestellt.