• Slide 1

    Prognose der alveolären Echinokokkose

Prognose der alveolären Echinokokkose

Unbehandelt wird die Letalität der AE mit 90% innerhalb 10 – 15 Jahren nach Diagnosestellung angegeben. Damit ist die AE eine der wenigen potenziell letal verlaufenden Helminthosen.

Insgesamt ist aber festzuhalten, dass die AE in den meisten Fällen gut behandelbar, aber gegenwärtig nur in etwa 30% der Fälle heilbar ist. Die Behandlung der Echinokokkose an einem Zentrum, das Erfahrung mit der Erkrankung hat, ist empfehlenswert. Die Mehrzahl der Patienten mit chronischer alveolärer Echinokokkose steht dauerhaft unter medikamentöser Therapie mit Albendazol und sollte 1 – 2 × jährlich erweiterte Kontrolluntersuchungen erhalten:

  • Labor, mindestens Blutbild und Leberwerte inkl. ABZ ‑ Spiegel,
  • ggf. Verlauf Immundiagnostik (Echiserologie und IgE im Serum),
  • Bildgebung.

Auch nach kurativer Resektion wird eine langjährige Kontrolle (mindestens 10 Jahre postoperativ) empfohlen.

Ein spezielles Kollektiv stellen immunsupprimierte Patienten dar, wobei die meisten Daten zur AE und Lebertransplantation existieren. Hier werden unter der immunsuppressiven Therapie Rezidive im Sinne von Befall des Transplantats und disseminierte AE ‑ Verläufe beschrieben, sodass immer eine anthelminthische Therapie nach Leber-Tx indiziert ist. Eine rasche Progredienz der AE unter TNF- α‑ Blocker-Therapie ist beschrieben, zudem wird nach einer französischen Studie die AE als opportunistische Infektion aufgefasst und bedarf einer angepassten anthelminthischen Therapie, unter Beachtung möglicher Interaktionen bei Komedikation, und nach Möglichkeit auch die Reduktion der Immunsuppression.